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                            40 Jahre AKSOM Gütersloh

 

 

Entstehungsgeschichte

 

Der Arbeitskreis Soziales Miteinander e.V. ist 1974 entstanden als studentische Initiative der Fachhochschule für Sozialarbeit in Bielefeld.

Studenten mit ihrem Professor Jose Ruiz initiierten ein Sozialprojekt, das vor allem auch ausländischen Kindern zugute kommen sollte – ein in damaliger Zeit ungewöhnliches Projekt.

 

Es gab in Deutschland Zuwanderung von Italienern und Spaniern, Portugiesen, Griechen und später auch türkischen Familien, aber die Versorgung von Migrantenkindern mit Kindergartenplätzen war selten Thema.

Der AKSOM, der rasch als Verein eine Rechtsform fand, gab sich den Auftrag , als Arbeitskreis Soziale Minderheiten e.V. zwei Drittel ausländische Kinder und ein Drittel deutsche Kinder in die Kindertagesstätten-Gruppen aufzunehmen und im Geiste des gemeinsamen multikulturellen Spielens und Lernens zu fördern.

Der AKSOM e.V. betrieb somit die erste und damals einzige Kindergarten-Einrichtung mit diesem Konzept. In der Feldstrasse waren 2 KiGa-Gruppen mit je 20 Kindern, sie hatten einen Aussenspielplatz aber schon damals recht eingeengte  räumliche Verhältnisse.

 

Das pädagogische Konzept umfasste von Anbeginn an gruppenorientierte Spiele, individuelles Lernen beim Übergang zur Schule, Sprachförderung und interkulturelles Lernen. Die ausländischen und deutschen Eltern waren aktiv mit einbezogen in die pädagogischen Abläufe, sie machten mit bei Aktionen, multikulturellen Projekten und Präsentationen.

Der AKSOM e.V. war stets aktiver wenn auch kritischer Partner bei städtischen Projekten wie „Gütersloh International“ , gerade weil es auch um die politische Besserstellung und gesellschaftliche Mitwirkungschancen für ausländische Menschen in Gütersloh und nicht nur um „Folklore“ ging:

Forderungen nach „kommunalem Wahlrecht für AusländerInnen „

nach „Bleiberecht“, Verbesserungen bei Aufenthaltserlaubnis oder Arbeitserlaubnisrecht waren immer auf der Tagesordnung bei AKSOM e.V, wenngleich diese Forderungen auch ihrer Zeit weit voraus waren und daher nicht immer auf Gegenliebe stießen.

 

 

 

Kulturreihe

 

Mitte der 80-Jahre erweiterte der AKSOM e.V. seine kommunalpolitischen Aufgabenstellungen und wurde auch kulturpolitisch aktiv. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, mit der Weberei, dem Jugendzentrum und der Stadtbibliothek organisierte der Verein eine vielbeachtete Kulturreihe unter dem Titel „Kunst als Brücke zwischen den Kulturen“, in dessen Verlauf Migrantenkünstler auftraten zu Lesungen, Konzerten, Pantomime, Schattenspieltheater und Musikveranstaltungen wie z.B. das Konzert von Melike Demirag in der Weberei unter dem Titel“ Die goldene Kette“.

Im AKSOM e.V. trat alljährlich der inzwischen international berühmte syrische Autor Rafik Schami mit Lesungen für Kinder und Erwachsene auf. Er war unserer Einrichtung sehr verbunden, lange bevor er allseits bekannt wurde.

 

Als der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff seinen Bestseller “Ganz unten“ veröffentlicht hatte, war  die Stadthalle Gütersloh bei einer Lesung  auf Einladung und Moderation des AKSOM e.V. mit mehr als 1000 Zuhörern ausverkauft.

Zweites Internationales Kinderzentrum des AKSOM

 

Die Kindertagesstätte des AKSOM e.V. in der Feldstrasse erhielt so viel Zulauf von ausländischen und von deutschen Familien, dass eine Warteliste Mitte der 80-er Jahre neue Lösungen forderte.

 

Die Stadt  Gütersloh und das Land Nordrhein-Westfalen kamen überein, ein zweites Internationales Kinderzentrum des AKSOM e.V. zu fördern. Dazu bedurfte es des Umbaus des alten Justizvollzugshauses am Blankenhagener Weg 132. Hier wurden fleißig Gitterstäbe herausgesägt, sodass die Kinder Platz zu unbeschwertem Spiel und Lernen bekommen können.

1988 wurde das 2. Internationale Kinderzentrum des AKSOM e.V. eingeweiht, auch diese Einrichtung hatte wieder 2 Gruppen zu je 20 Kindern.

 

Auch in dieser Einrichtung  wurde das interkulturelle Lernen und Spielen groß geschrieben, das Entwickeln multikultureller Projekte, die muttersprachliche Förderung, die musikalische Frühförderung, Entspannungs- und Bewegungsangebote.

 

 

 

Ehrung durch Bund und Stadt

 

Die Stadt Gütersloh hat den Verein AKSOM e.V.  mit seinen beiden Internationalen Kinderzentren in der Feldstrasse und am Blankenhagener Weg im Jahre

 

2000 mit dem  Preis der Stadtstiftung Gütersloh geehrt und

2001 folgte der Preis für Integration der Stadt Gütersloh

 

2002 wurde die besondere Anerkennung für vorbildliches Engagement bei der Integration von Zuwanderern verbunden mit einer Einladung zur Preisverleihung ins Schloß Bellevue nach Berlin durch den Bundespräsidenten ausgesprochen.

 

AKSOM änderte seinen Namen  von „Arbeitskreis Soziale Minderheiten“ in

„Arbeitskreis für Soziales Miteinander“  e.V. und trug dabei dem Umstand Rechnung, Zuwanderer nicht als Minderheit in Deutschland zu verstehen, sondern als an  Gesellschaft und Politik teilhabende Menschen . Mitwirkung und Mitgestaltung von allen Menschen in Deutschland wurde als politische Zielsetzung verstanden.

 

 

AKSOM heute

 

 ist Träger zweier moderner zukunftsweisender Kindertagesstätten in Gütersloh, die es 40 Jahre und 26 Jahre schon gibt. Die Kinder von damals sind selbst Eltern und Großeltern geworden, sind aber unserem Hause oft noch sehr verbunden.

 

In den beiden KiTas sind heute nicht mehr nur Kindergartenkinder (3-6jährig), sondern viele U3-Kinder (2-3jährig) und auch etliche Integrationskinder, d.h. behinderte Kinder , die im Rahmen der politisch wichtigen Inklusion mit nicht-behinderten Kindern zusammen lernen, spielen und leben.

 

Viele ErzieherInnen sind schon seit vielen Jahrzehnten im Internationalen Kinderzentrum tätig und gewährleisten die Kontinuität einer traditionsreichen und selbstbewußten Einrichtung. Viele neue und junge ErzieherInnen, auch viele MigrantInnen kennzeichnen die Erneuerung und den Generationswechsel, beide  sind wichtig für eine moderne Institution. Der Vorstand ist seit 40 Jahren ehrenamtlich tätig, er koordiniert, steuert und erhält den Trägerverein und seine beiden Einrichtungen, sichert strategisch das Fortbestehen und die Finanzierung und sorgt für die personale Fürsorge.

 

Die beiden Kinderzentren haben Köchinnen eingestellt, die mit den Kindern zusammen das Mittagessen zubereiten. Wir halten dies für pädagogisch sehr wertvoll, damit Kinder im Umgang mit Lebensmitteln den Wert von Nahrung erkennen, die Zubereitung lernen und den Genuß wertschätzen.

Am Donnerstag ist Veggie-Tag (vegetarisches Essen), damit die Kinder den Zusammenhang der Verfügbarkeit von Nahrung in Entwicklungsländern und bei uns bewußter erkennen können. 

 

 

 

 

 

Gütersloh, 12.05.2014                                  Rolf Haug-Benien

                                                                              Für den Vorstand 

AKSOM - Arbeitskreis für Soziales Miteinander e.V. - Gütersloh